Das Schützenjahr 2003

Das Kalenderjahr 2003 begann bereits am 5. Januar mit dem ersten Stammtisch für alle Offiziere. Es war von den Verantwortlichen wohl bereits viel früher erkannt worden, dass die Einrichtung dieses Stammtisches nicht viele Früchte tragen würde. So wurde für das Jahr 2003 beschlossen, diesen Frühschoppen, der dazu dienen sollte, die Stimmung in der Bruderschaft zu erkunden, lediglich alle 3 Monate durchzuführen. aber auch an diesem Tag waren es nur wenige, die den Weg zum Haus Pattern fanden.

Weitaus mehr Mitglieder der Schützenfamilie fanden sich in den in Eigenregie neu gestalteten Räumen des Hauses Pattern am 25 Januar ein, denn dann hieß es für den Verein "Wir feiern Jahresabschlussfest". Man erlebte an diesem Abend einen harmonischen und kurzweiligen Abend, bei dem die Gemütlichkeit im Vordergrund stand.

Die Weichen für ein weiteres Jahr unserer Vereinsgeschichte wurden am 21 Februar 2003 gelegt. An diesem Freitagabend hielt man Jahreshauptversammlung. Die Einzelheiten dieser Versammlung lassen sich natürlich im Protokollbuch zu den Jahreshauptversammlungen nachlesen. Erwähnenswert bleiben hier nur einige Auffälligkeiten. Erstmals nahmen in größerer Anzahl auch unsere Damen an dieser Versammlung teil. Es war doch schön mit anzusehen, dass die Emanzipation auch in einem von Männern über Jahrhunderte hinweg dominierten Bereich der Bruderschaften Einzug gehalten hat. Mancher Mann wird es aber immer noch mit einer gewissen Skepsis gesehen haben, dass nun auch die Frauen in eine bis dato vorhandene Männerdomäne eingriff. Ansonsten nahm die Versammlung ohne nennenswerte Ereignisse ihren gewohnten Verlauf. Unter anderem wurde in diesem Jahr die 2. Garnitur des Vorstandes neu gewählt. Unser Kassierer Franz Mürkens hatte eine schwierige Aufgabe. Er musste der Versammlung einen hohen Verlust in der Vereinskasse aufzeigen, weil man mit einem großen Betrag in Vorlage getreten war, um das Haus Pattern zu renovieren.

Am 23. März war es dann wieder einmal soweit. Die ersten Hürden in Richtung Schützenfest sollten genommen werden. Früh am Morgen traf sich die Schützenfamilie, um mit einem Gottesdienst den Tag des Vogelschusses zu beginnen. Gottes Segen mag es wohl bewirkt haben, dass alles an diesem Tag recht erfolgreich verlaufen sollte und das nicht nur für die neuen Majestäten. Man verfolgte insgesamt sehenswerte Wettkämpfe, bei denen zunächst, Melanie Joussen bei den Schülern die Glücklichere war. Sie wurde Schülerprinzessin. Nicht wenige Anwärter traten dann zum Königsvogelschuss an. Keiner der Zuschauer konnte an diesem Tag einen Favoriten ausmachen und so vermochte auch keiner die richtige Vorhersage machen zu können. Vielmehr basierten die Wetten auf reine Schätzung und es konnte hier, wie auch beim Vogelschuss selber eigentlich nur der Glücklichere gewinnen. War es Glück oder Fügung? Es lag wohl auch an der Tatsache, das sich Karl Heinz Buchwald gleich zweimal Gottes Segen abholte, (Er besuchte nach dem gemeinsamen Gottesdienst in Niedermerz, auch noch mit der Bezirksstandarte den Gottesdienst anlässlich des Einkehrtages in Dürboslar) dass er zum guten Schluss derjenige war, der den Vogel von der Stange holte.

Die Ehrungen der Majestäten und auch der gemütliche Teil des Nachmittags ließen keine Wünsche offen. Brudermeister Freddy Höppener bedankte sich bei den scheidenden Majestäten für ihre tolle Regentschaft in unserem Jubiläumsjahr und führte die neuen Majestäten in ihre Ämter ein. Das scheidende Königspaar Otti und Willi Tolsma bedankten sich bei der Schützenfamilie und bestätigten die bereits seit Jahren vorherrschende Meinung. dass es ein Erlebnis sei, Königspaar bei St. Matthäus zu sein. Ach wäre es doch immer so harmonisch.

Erstmals konnte auch die Schießabteilung mit der Teilnahme am schon seit einiger Zeit ins Leben gerufene Schießen für jedermann aufwarten. Hier wurde an einem Freitag durch mehrere Offiziere ein Schießen auf dem Schießstand mit anschließender allgemeiner Diskussion veranstaltet.

Anfang April, genau gesagt am 11. April hieß es dann für unsere Offiziere mit der in unserem Besitz befindlichen Bezirksstandarte zur Frühjahrsdelegiertentagung des Bezirksverbandes in Dürboslar anzutreten. Bezirksbundesmeister Wilhelm Lieven fand an diesem Abend liebe Worte des Dankes und noch mehr Worte des Lobes für die Patterner Matthäus-Schützen für das Ausrichten des Festes im Jahre 2002.

Das Fest der Ersten hl. Kommunion ist für die Kinder ein unvergessenes Erlebnis. Ein solcher Tag, wie auch der Sonntag, 27. April 2003 ist dann auch für unser Offizierscorps ein bewegender Tag. An diesem Tag nämlich begleiteten unsere Offiziere die Kommunionkinder unserer Pfarre in Niedermerz. Hier erlebten wir erneut einen wohltuenden Gottesdienst, in dem Pastor Maqua die Kinder aufrief, auch nach dieser für sie einmaligen Kommunionfeier, unserem Herrgott treu zu bleiben.

Es war die Gemeindeverwaltung, die unsere Aktivität in Anspruch nehmen wollte Erstmals veranstaltete die Verwaltung einen Jazz-Abend im Hause Pattern. Hierzu waren alle Gemeindemitglieder eingeladen worden. Unter der Regie unserer Bruderschaft erlebte die Jazzbegeisterte Gemeinschaft einen sehr schönen Abend, so dass alle Verantwortlichen zu dem Schluss kamen, dass dies nicht der letzte Abend dieser Art gewesen sein sollte.

Unser Präses, der uns nunmehr seit 13 Jahren in der Pfarrgemeinde in Niedermerz betreut, war am 4 Mai 2003 bereits 40 Jahre in der Pfarrgemeinde St. Johannes d. Täufer in Niedermerz tätig. Dieses Jubiläum wurde selbstverständlich auch gebührend gewürdigt. Unter der Teilnahme aller Ortsvereine und somit auch unserer Bruderschaft, feierte man zunächst einen gemeinsamen Gottesdienst, bevor man sich zu einem Umtrunk im Haus des Dorfes traf. Während dieser Feierstunde, bei der unsere Offiziere auch tatkräftig mit anpackten, würdigte Peter Offermanns in einer emotionalen Ansprache die  Verdienste unseres Herrn Pastors und hob die ruhige und menschliche Art von Pastor Maqua besonders hervor.

Bereits wenige Tage danach hieß es für unsere Bruderschaft aufraffen und beginnen mit den Vorbereitungen zum Schützenfest. Es lief alles wie am sogenannten Schnürchen und die Arbeit, die ja bereits zur Routine geworden war, ging den fleißigen Helfern gut von der Hand. So kam es dann auch, dass man bereits am Donnerstag mit den Vorbereitungen fertig war und dies, obwohl man mit der Straße am Rössener Ring eine weitere Straße in die zu schmückenden Straßen mit aufgenommen hatte. Es fehlte auch nicht an den bereits üblichen Verpflegungen der arbeitenden und auch zuschauenden Schützen. Unser Königspaar und auch unsere Schülerprinzessin sorgten in den Tagen vor dem Fest, dass die gute Laune sich noch ein wenig steigern konnte. ehe man sich versah, war auch schon der Samstag unseres Schützenfestes gekommen.

Bei den ersten Klängen der Marschmusik schlagen die Herzen der Offiziere gleich höher und die Erregung der Majestäten steigt ein wenig an, in der Erwartung des kommenden Festes. Das Schützenfest war vorbereitet wie immer und auch am Ablauf des Festes hatte man wenig geändert, so dass man ganz ohne Hektik das Fest angehen konnte. Der Samtstag bescherte uns wieder einmal ein volles Zelt. Obwohl man in diesem Jahr mit der Musik nicht gerade einen Glücksgriff getan hatte, ließ die Stimmung nichts zu wünschen übrig. Einer ganz tollen Krönungsmesse durch unseren Präses, schloss sich der Umzug von Niedermerz nach Pattern an, wo Brudermeister Höppener einige passende Worte am Kriegerdenkmal für die Opfer der Weltkriege fand. Nachmittags erlebten wir alle bei schönem Wetter einen sehenswerten Festzug, was nicht nur unsere Majestäten Monika und Karl Heinz Buchwald und unserer Schülerprinzessin Melanie Joussen sehr freute. Der Abend stand ganz im Zeichen des Königspaares. Wie in den vorhergegangenen Jahren auch, so verlebten wir einen sehr schönen und kurzweiligen Abend, der ganz besonders von einem Auftritt unserer Damenschießmannschaft geprägt war. Die Damen hatten einige Stationen und Vorlieben der beiden Majestäten Monika und Karl Heinz Buchwald aufgeführt und dem wirklich entzückten Publikum die Vorlieben der beiden etwas näher gebracht. Im Handumdrehen war es schon Mitternacht und nach kurzen Dankesworten unseres Brudermeisters konnte unser Commander Walter Kück die Offiziere zum Aufmarsch zum Königswalzer befehligen. Neben unseren Majestäten durften später auch die anwesenden Majestäten aus Aldenhoven, Lohn und auch die erstmals anwesenden Majestäten aus Dürboslar in den Königswalzer einsteigen. Es war ein krönender Abschluss eines schönen und harmonischen Sonntags.

Der Montag begann wie immer mit dem Dankgottesdienst in unserer Matthäus Kapelle. Hier hatten wir Schützen alle die Gelegenheit unserem Gott zu danken für das Gelingen unseres Festes. Im Anschluss an den Gottesdienst klang das Fest mit dem berüchtigten aber auch zünftigen Frühschoppen aus. Allein unser König schwächelte ein wenig, als er nach doch einigen Stunden des Feierns so gegen 17 Uhr das Festzelt verlies. Die Tatsache, dass er zu doch schon so fortgeschrittener Stunde einer der ersten war, die den Heimweg antraten, ließ darauf schießen, dass den Schützen das Fest wohl überaus gut gefallen hatte, denn es wollte wohl keiner so recht ein Ende finden. Schade war lediglich, dass immer wieder aufkommende Diskussionen über Themen, die besser dem Vorstand zu anderer Zeit angetragen werden sollten, das ansonsten freundschaftliche Bild ein wenig trübten. Vielleicht aber lernt der ein oder andere Offizier auch noch den richtigen Zeitpunkt für derartige Diskussionen heraus zu finden.

Das dieses Schützenfest erst der Anfang einer Reihe von Festen war, konnten unsere Offiziere schon eine Woche später erfahren, denn dann hatte man gleich zwei außerplanmäßige Veranstaltungen zu besuchen. Zum einen feierte die Pfarrgemeinde St. Martin in Aldenhoven ihr 50-jähriges Bestehen, bei der unsere Schützen nicht nur zur hl. Messe antraten, sondern auch am anschließenden gemütlichen Beisammensein tatkräftig mit anfassten.

Zum anderen wollte man am Nachmittag die Schützenschwester Maria Küpper in Gevenich besuchen, die dort in diesem Jahr Königin war. Sie war eine der ersten Bürger aus Niedermerz, die nach unserer Entscheidung, Niedermerz als unsere neue kirchliche Heimat anzusehen, Mitglied in unserer Bruderschaft wurde. Deshalb war es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir sie auf ihrem Fest besuchten.

In der Folgezeit absolvierte unsere Bruderschaft die anstehenden Ausgänge nach Schleiden , Lohn und auch die Marienwallfahrt der Schützen nach Ralshoven. Erwähnenswert ist hier die Besonderheit, dass die Offiziere eine Fahnenabordnung mit der Bezirksstandarte am Tag des Schützenfestes in Lohn zu der Bruderschaft aus Broich entsandte, da dort der amtierende Bezirkskönig sein heimisches Schützenfest feierte.

Am 17. Juni traf man sich, um beim Ehrenbrudermeister Karl Parting und seiner Gattin das Haus für die bevorstehende Goldhochzeit zu schmücken. Alle, besonders auch die Frauen halfen mit, um den Jubilaren eine wirklich schöne Feier auszurichten. Bevor aber am Wochenende die Feier stattfinden konnte, nahmen unsere Offiziere mit ihren Frauen an der Fronleichnamsprozession in Niedermerz teil.

Das Wochenende war voll gespickt mit Aktivitäten. Schon am Freitag nach Fronleichnam feierten wir gemeinsam mit dem Jubelpaar das Fest der Goldhochzeit. Da am gleichen Wochenende die Bruderschaft aus Aldenhoven ihr Schützenfest feierte, war das ganze Wochenende zugepackt mit Terminen unserer Bruderschaft.

Keineswegs ausruhen konnten wir uns nach diesem anstrengenden Wochenende, denn die befreundete Bruderschaft aus Dürboslar feierte eine Woche später das Bezirksbundesfest des Bezirksverbandes Jülich. Auch hier nahm man rege teil. Vom Festkommers am Freitag, über den Festzug am Sonntag bis zum Königsball am Montag besuchten wir alle Veranstaltungen der Dürboslarar Schützen. Es war schon ein wenig rührselig, als unsere Offiziere am Freitagabend während des Festkomerses, natürlich exakt und in gewohntem Schneid antraten um die Bezirksstandarte, die nunmehr seit fast 2 Jahren in unserem Besitz war, an die Bruderschaft aus Dürboslar zu übergeben. In seiner Laudatio für die Dürboslarer Schützenfreunde vergaß der Bezirksmeister Wilhem Lieven nicht, das herausragende Fest unserer Bruderschaft zu erwähnen. Gar schwärmerisch und mit Freudentränen in den Augen stellte er den Erfolg unseres Bezirksfestes noch einmal heraus. Es war wohl für uns alle sehr wohltuend, noch einmal so gelobt zu werden und daher nahmen wir die Grußworte nochmals dankend entgegen. Seit mehreren Jahren besuchten wir bereits die Schützenfreunde aus Dürboslar zu ihren Königsbällen, doch in diesem Jahr führten wir diesen Besuch erstmals ganz offiziell und auch in Uniform durch. So bekam dieser Besuch einen viel offizielleren Beigeschmack und es sieht auch wesentlich besser aus, wenn man zu solch einem Anlass auch entsprechend auftritt.

Neben den vielen Aktivitäten , die mittlerweile für  durchaus üblich angesehen werden, sollte aber auch die Arbeit der Schießabteilung nicht zu kurz kommen. Hier zeigte sich auch im Verlaufe des Jahres 2003 ein durchaus positiver Trend, der vor allen Dingen durch die rege Teilnahme unserer Frauenriege am Schießsport geprägt war. Man konnte neben einer Schülermannschaft, einer Freihandmannschaft auch drei Mannschaften im Aufgelegtwettbewerb in die Rundenwettkämpfe entsenden. In allen Disziplinen erzielte man beachtliche Erfolge. Auch nahm eine Mannschaft an den Diäzösanwettkämpfen teil, wo man mit Bravour diese Prüfung bestand. Die teilnehmenden Damen, es waren Otti Tolsma, Maria Kück, Anneliese Haas, Gabi Rennett und Elke Baumgartner errangen einen guten 4. Platz. Beachtlich war auch die Tatsache, dass sich mit Elke Baumgartner eine Schützenschwester sogar für die Wettkämpfe auf Bundesebene qualifizierte und dort ihre Erfahrungen sammeln konnte, wozu wir nur herzlich gratulieren können.

Leider, aber auch dies sei einmal erwähnt, erging es unserer Schülermannschaft nicht so gut. Sehr viele unserer Mädchen und Jungen wollten nicht mehr so recht mitmachen, so dass die Mannschaft auf ein Minimum absackte.

Es sollte doch unsere Aufgabe sein, die Jugendlichen etwas behüteter durch das Vereinsleben gehen zu lassen und sie von Problemen zwischen den Erwachsenen mehr fern zu halten. Trotz der ein oder anderen Auseinandersetzung kann man von einer guten Jugendarbeit sprechen, wenn man feststellen kann, dass viele Jugendliche an einem Ausflug in ein Spassbad teilgenommen haben. Ganz besonders stark frequentiert war ein ausgerichteter gemütlicher Abend nur für die Jugend. Vielleicht verhelfen uns solch erwähnenswerten Aktivitäten wieder zu mehr Interesse der Jugendlichen an unserem Verein.

Der Monat September ist tratiditionsgemäß geprägt von den Feierlichkeiten rund um unseren Patron, dem hl. Matthäus. So war denn auch nicht verwunderlich, dass dieser Monat aktiv begonnen wurde mit einem Gottesdienst zu Ehren den heiligen Matthäus. Trotz enormer Belastung, die unser Präses Pastor Maqua wegen des großen Priestermangels innerhalb des Pfarrdekanates zu ertragen hatte, ließ er es sich nicht nehmen den Gedenkgottesdienst in der St. Matthäuskapelle abzuhalten. Es war zwar erst der 12. September und so manch ein Leser mag etwas darüber verwundert sein, wieso man den Gedenktag so viel früher gelegt hat, aber es sei an dieser Stelle noch einmal vermerkt, dass man mit der Pfarrgemeinde Aldenhoven eine Übereinkunft erzielt hatte, die besagt, dass diese Gedenkfeier am letzten Freitag der dort stattfindenden Marienoktav stattfinden solle und man dies sehr schön in die kirchlichen Abläufe mit einplanen könne. Es war schon dankenswert an diesem Abend zu sehen, wie viele Matthäusschützen sich in der Kapelle eingefunden hatten.

Bereits zwei Tage später besuchte unser Offizierscorps die Schlussoktav in der Pfarrkirche Aldenhoven.

Neben den weiteren üblichen Verpflichtungen unserer Bruderschaft, z. B. dem auch schon traditionellen Ausgang zu den Mauritius Schützen nach Freialdenhoven, galt es zuvor jedoch noch die Hubertus Schützengilde in Merzenhausen zu besuchen, die ihr 100 jähriges Bestehen ebenfalls im September feierte.

Die Jahreszeit wurde herbstlicher aber unsere vielen Aktivitäten wurden noch nicht weniger. Führte uns der Weg Anfang des Monat wie üblich zum Erntedankgottesdienst auf den Weiler Langweiler, so traf man sich bereits eine Woche später zum gemütlichen Beisammensein mit den Schützenfreunden aus Neu-Lohn. Bei einem mit einigen Attraktionen, u.a. mussten sich die Brudermeister und deren Vertreter im Kuhmelken messen, und guter Unterhaltung wurden so manche zukunftsweisende Ideen entwickelt und auch das ein oder andere Problemchen gewälzt, alles wie es sich eben unter Schützenbrüdern gehört. Der Abend wurde lang um nicht zu sagen für den ein oder anderen sogar sehr lang, obwohl man bereits einen Tag später antrat um einen Offiziersausflug durchzuführen. Der Ausflug brachte die Offiziere in die nahegelegene Stadt Stolberg, wo so mancher sich über die Schönheit dieser Stadt in echtes Erstaunen versetzt sah.

Wieder eine Woche später traf man sich an zwei Tagen zu den Schießwettkämpfen um die Vereinsmeisterschaft. Waren in den vergangenen Jahren immer noch steigende Teilnehmerzahlen zu verzeichnen, so musste Hans Rennett mit seiner Schießleitermannschaft in diesem Jahr erstmals rückläufige Teilnehmerzahlen verzeichnen.

In einem später stattfindenden Gespräch war man sich darüber einig, das nächste Jahr zu versuchen, den Wettbewerb etwas positiver zu gestalten und somit die Attraktivität zu erhöhen.

Der November ist wohl für alle Schützenbruderschaften eher ein Monat, an dem man es etwas ruhiger angehen lassen kann. Wir aber hatten in diesem Jahr das große Glück an einer Veranstaltung teilnehmen zu dürfen, die uns offiziell zwar nur am Rande betraf, die uns aber sehr glücklich machte und der wir selbstverständlich sehr gerne beiwohnten.

Unser Präses wurde am 8. November mit dem Ehrenring der Gemeinde Aldenhoven ausgezeichnet. Eine pro forma einberufene Ratssitzung in der Kirche in Dürboslar hatte an diesem Abend nur einen Tagesordnungspunkt, nämlich die eben genannte Verleihung des Ehrenringes. Umrahmt von einem Konzert in einem feierlichen Rahmen fand Bürgermeister Emil Frank die richtigen nämliche rührende Worte für unseren Präses.

Gegen Ende des Monats wurde erstmals eine neu ins Leben gerufene sogenannte besinnliche Nachtwanderung durchgeführt.

Hier hatten sich die Bruderschaften aus Lohn Aldenhoven und Pattern zusammengetan und diese Wanderung angedacht. Die Bruderschaft aus Lohn, die federführend diese erste Wanderung geplant hatte, lud am 29. Nov. 2003 zur Teilnahme ein. Man traf sich in der Pfarrkirche in Neu-Lohn und wanderte zunächst um den Blausteinsee über Niedermerz nach Neu-Pattern. An manchem Wegekreuz oder Bildstock wurde halt gemacht, ein Gebet gesprochen und ein Lied gesungen. Nachdem man im Sportheim des Sportvereins Viktoria bei einer  kleinen Rast etwas stärkte, machten sich die über 60 Pilger erneut auf dem Weg. Die nächsten Stationen waren die Kapelle St. Matthäus und die Gnadenkapelle in Aldenhoven, bevor man sich in richtung Gedächstniskapelle in Lohn in Bewegung setzte. Die Schar der Pilger fand sich zum Abschlussgottesdienst gegen sechs Uhr morgens an der Ausgangsposition, der Pfarrkirche Neu-Lohn ein Hier wurde der Abschlussgottesdienst abgehalten. Ein gemeinsames Frühstück beendete eine wahrlich gute Wanderung , bei der sich jeder nicht nur mit unserem Herrn und Gott unterhalten konnte, sondern auch ein wenig Zeit fand einmal in sich zu kehren und etwas Ruhe zu finden. Die meisten Teilnehmer waren, weil ungewohnt, sehr müde, aber auch um eine Erfahrung reicher und so war es nicht verwunderlich, dass man diese Wanderung auf jeden Fall wiederholen wolle.

Einen außergewöhnlichen Auftritt hatte unser Offizierscorps am 11.01.04, denn man traf sich mit alles Patterner Vereinen, um gemeinsam die neue Patterner Fahne aus den Händen von Bürgermeister Frank in Empfang zu nehmen. So hatte endlich auch der Ortsteil Pattern seine eigene Fahne. Sie sollte fortan bei allen Festen im Ortsteil gehisst werden.

Traditionsgemäß wurde von den Schützenfreunden unserer Bruderschaft das Jahr abgeschlossen mit einer Jahresabschlussfeier. Anfang des Jahres 2004 fanden sich über 100 Mitglieder im neu gestalteten und verschönerten Haus Pattern ein um gemeinsam einen wirklich gemütlichen Abend zu verleben. Bei guter Musik und einigen Auftritten wurde es ein kurzweiliger Abend. an diesem Abend wurden auch von unserem Schießmeister Hans Rennett die Vereinsmeister des Jahres 2003 geehrt. Erstmals in der Geschichte des Vereinsmeisterschaftsschießens bei den Matthäus Schützen war es mit Herbert Höppener einem Schützen gelungen, die volle Ringzahl, nämlich 150 von 150 Ringen zu erreichen. Ganz besonders zu erwähnen war das schon seit mehreren Jahren von unseren Frauen aufgeführte Karnevalsstück, das unsere Lachmuskeln sehr in Anspruch nahm. Es muss schon gemütlich gewesen sein, denn erst weit nach Mitternacht machten sich die ersten auf den Weg Richtung Heimat.