Das Schützenjahr 2004

Vom Datum her versprach die diesjährige Jahreshauptversammlung nicht viel Gutes. Es war Freitag, der 13. Februar, an dem sich 38 Schützenschwestern und Schützenbrüder im Haus Pattern einfanden, um gemeinsam die Richtlinien für ein neues Schützenjahr vorzugeben. Vor der etwas kläglichen Anzahl eröffnete Brudermeister Freddy Höppener erst gegen 20:40 Uhr die Versammlung. Er hatte wohl noch auf den ein oder anderen gewartet, aber musste dann doch einsehen, dass an diesem Abend kein größeres Interesse bestand. Die Tagesordnung versprach an diesem Abend auch keine großen Änderungen, so dass diese Versammlung auch den üblichen Verlauf vernahm. Selbst der seit vielen Jahren berüchtigte Punkt Verschiedenes brachte kein Mitglied dazu, einmal etwas Spannendes zu Tage zu bringen. So blieb denn auch dem Brudermeister nichts anderes übrig als gegen 22:30 Uhr die farblose Versammlung zu schließen.

Unser Schießmeister, der auch gleichzeitig als Bezirksschießmeister fungiert, hatte sich in der ersten Märzwoche in unseren Schießstand einquartiert, um dort die Meisterschaften des Bezirksverbandes Jülich durchzuführen. Natürlich haben wir unsere Dachorganisation gerne bei uns beheimatet und den Schießstand zur Verfügung gestellt.

Ein schönes Ereignis kam am 20. März zu Stande. Zum ersten Mal traf sich unser Vorstand mit zwei Vertretern der St. Matthäus Schützenbruderschaft aus Alfter. Im Vorfeld hatte man bereits Kontakt zu der neben unserem Verein einzigen Bruderschaft, die den Namen Matthäus trägt. Zwei Vorstandsmitglieder aus Alfter waren angereist, um kurzfristig eine Einladung zum ersten kennen lernen auszusprechen. Man lernte sich innerhalb einiger Stunden sehr gut kennen und so war der erste Kontakt geknüpft. Von unserer Seite wurde ein Besuch des dortigen Bezirksbundesfestes gegen Ende April fest zugesagt.

Bereits am anderen Morgen versammelte sich die Schützenfamilie zu einem weiteren Höhepunkt des Schützenjahres. Am Sonntag, dem 21.3.2004, traf man sich in der Pfarrkirche zu Niedermerz zum gemeinsamen Gottesdienst. Pastor Maqua freute sich über den Besuch so vieler Schützenschwestern und Schützenbrüdern. In seinem Schlusswort wünschte er sich, dass die Bruderschaft an diesem Tag, an dem man die neuen Majestäten ermitteln wollte, wie eine große Familie zusammensteht und dass der Glücklichere gewinnen möge. Durch die Begleitung des Spielmannszuges Blau Weiß gelang man mit zünftiger Marschmusik von der Kirche aus direkt zum Haus Pattern, wo Brudermeister Freddy Höppener eine stattliche Zahl an Besuchern, aber auch eine große Bewerberschar für ein Amt als Majestät der Bruderschaft begrüßen konnte. Wie von unserem Präses gewünscht, so wurden die Wettkämpfe in einen harten aber wirklich fairen und familiären Rahmen abgewickelt. Auch die Prognose, dass der Glücklichere jeweils gewinnen sollte bewahrheitete sich. Bei den Schülern gab es einen Wettkampf zwischen drei strebsamen auch bereits in den Rundenwettkämpfen sehr erfolgreichen Schützenkindern. Die Schüler schossen derart gut, dass bereits nach dem 28. Schuss der Vogel die Segel streichen musste und zugleich Simone Tolsma als neue Schülerprinzessin feststand. Beim Wettkampf um die Königswürde fanden sich auch mindestens fünf Bewerber ein, die mit Geschick um die Königswürde rangen. Bevor aber der Wettkampf erst richtig beginnen konnte, versetzte Schießmeister Hans Rennett dem amtierenden König noch einen Schock. Er hatte den Vogel dergestalt präpariert, dass dieser nach einem Berührungstreffer sein Haupt nach unten richten musste. Nachdem Karl Heinz Buchwald diesen Schalk durchschaut hatte, konnte auch er mit Ehefrau Monika herzhaft lachen. Ein sehenswerter Wettbewerb schloss sich an. "Jetzt bekommt er den finalen Schuss", so der Ausspruch des neuen Königs und so war es dann auch. Walter Kück brachte den Vogel zu Fall. Der insgesamt 50.Schuss war auch wirklich der finale Schuss dieses Wettbewerbes. Es war wieder soweit. Die Bruderschaft hatte neue Majestäten. Alle waren begeistert, sogar die im Wettstreit unterlegenen freuten sich mit den neuen Würdenträgern. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass Brudermeister Freddy Höppener bei der Proklamation nur lobende Worte fand. Er bedankte sich bei den scheidenden Majestäten für die vorbildliche Haltung und für die tolle Repräsentation der Bruderschaft im abgelaufenen Jahr. Den neuen Majestäten, die ihre endgültige Ernennung erst auf dem Schützenfest erhalten würden, wünschte er viel Glück und Gottes Segen. Es braucht bei dieser unserer Bruderschaft erst gar nicht erwähnt zu werden, dass das Königspaar selbstverständlich zünftig und ordnungsgemäß zur Ihrer Heimat geleitet wurde.

Am 3. April 2004 waren wir zu Gast bei unseren befreundeten Spielleuten aus Dürboslar. Die Spielleute hatten zum Konzert eingeladen und wir erlebten mit unserer Abordnung einen schönen Abend voll guter Musik und Unterhaltung.

Einmal im Jahr dürfen wir Christen miterleben, dass junge Menschen zum Tisch des Herrn geleitet werden. So war es auch für unsere Offiziere wieder ein schönes Erlebnis, als sie am 18. April 2004 10 Kinder zur ersten hl. Kommunion in der Kirche zu Niedermerz begleiten konnten. Im vollen Gotteshaus zelebrierte Pastor Maqua einen Gottesdienst der begleitet durch den Kirchenchor  einen festlicheren Rahmen gar nicht haben konnte. Von unserer Schützenfamilie erhielt unser Schülerschütze Fabian Tolsma an diesem Tage die Erstkommunion.

Das letzte Wochenende im April schenkte uns einen Ausflug zu den Hubertus Matthäus Schützen nach Alfter. Hatte man in der Vorzeit, wie bereits erwähnt, erste Kontakte geknüpft, so hieß es heute, diese in die Tat umzusetzen. Schon früh am Morgen des 25. Aprils machten sich ca. 40 Schützenschwestern und Schützenbrüder per Bus auf in den schönen Ort nahe Bonn, um mit den dortigen Schützen das Bezirksbundesfest des dortigen Bezirksverbandes mitzugestalten.

Voller Erwartung traf man pünktlich um 8:30 in Alfter ein und wurde auch gleich herzlich empfangen. Zunächst nahmen unsere Schützen selbstverständlich an der dort im Festzelt zelebrierten hl. Messe teil. Im Anschluss daran wurde von den fleißigen Alfter-Schützen ein in Eigenregie erstelltes Frühstück angeboten. Da aber der Andrang dort zu groß erschien, zogen wir Patterner Schützen es vor, zunächst die Wartezeit mit einem kühlen Getränk zu überbrücken, was in der Fremde mit einigen Erstaunen aber auch sehr wohlwollend aufgenommen wurde. Das Frühstück schmeckte und man konnte anschließend die herrlichen Schießanlagen und das schöne Örtchen Alfter besichtigen. Schon am Mittag hieß es dann Aufstellung nehmen zum Festzug, der sich gegen 14:00 Uhr bereits in Bewegung setzte und unsere Offiziere bergauf bergab durch den Ort führte. Man bemerkte schon, dass man an anderen Orten etwas anders feiert, denn die Straßen waren nicht, wie in unseren Regionen bekannt, geschmückt. Trotzdem war es ein sehenswerter Umzug, der auch selbstverständlich mit Vorbeimarsch und Deutschlandlied endete. Nach diesem Festzug gingen die Schießwettbewerbe, die bereits den ganzen Tag in Anspruch genommen hatten, weiter und wir konnten uns noch ein Bild von den dortigen Wettkämpfen machen. Nachdem unser 2. Brudermeister Willi Tolsma die mitgenommen Geschenke für die Matthäus Schützen aus Alfter überreicht hatte, verabschiedete man sich gegen 17:00 Uhr und trat frohgelaunt den Heimweg an. Man kann von einem gelungenen Besuch reden, der von allen Teilnehmern als sehr angenehm empfunden wurde.

Bereits wenige Tage später dachte die Bruderschaft nur noch an das eigene bevorstehende Schützenfest, das vom 7. bis 10. Mai gefeiert werden sollte. Es wurde, wie immer, sehr fleißig gearbeitet und die Woche der Vorbereitung verflog in Windeseile. Wie gewohnt wurden die Straßen hergerichtet und mit Girlanden behangen, die Residenzen unserer Prinzessin und unseres Königspaares wurden toll geschmückt und so konnte man, auch dank einer regen Beteiligung , die Arbeiten bereits am Donnerstag, 6.5.04 als erledigt betrachten. Natürlich kam die Geselligkeit nicht zu kurz. Sowohl unser Königspaar, als auch unsere Prinzessin bewirteten uns in der Arbeitswoche vorzüglich. Am Freitag wurde das Festzelt hergerichtet und zwar zunächst für die am Abend stattfindende Jugenddisco. Es wurden Tische weggeräumt und viele Stehbiertische aufgestellt, so dass sich unsere Jugendlichen wohl fühlen konnten. Man hatte hier aus der Vergangenheit gelernt und den Jugendlichen das Festzelt alleine überlassen. Die Betreuung der Jugend wurde auch ausschließlich und in hervorragender Manier von unserer Jugendabteilung durchgeführt, die von ihrer Vorsitzenden Janin Baumgartner bestens instruiert worden war. Lediglich im Hintergrund, nämlich im Haus Pattern hatten sich die Offiziere eingefunden, um einerseits bei Bedarf präsent zu sein, um aber auch den obligatorischen Fassanstich durchzuführen. Es war eine viel versprechende Neuauflage der Jugenddisco und so kam man zu der Erkenntnis, es weiter zu versuchen.

Der Samstag sollte eigentlich nur noch dazu dienen den Residenzen einen letzten Schliff zu geben, aber wie wir Patterner nun einmal sind, wollten wir das Zelt nicht so hinnehmen, wie es uns der Zeltverleiher aufgebaut hatte. Kurz entschlossen wurden Notausgang und Heizung an eine andere Stelle des Zeltes verlegt, damit die Raumaufteilung den Wünschen der Mehrheit entsprach. Unsere Damenriege fand sich ebenfalls sehr früh im Festezelt ein, um hier eine Reinigung alles Flächen und Sitzplätze vorzunehmen. Hier kann man sagen, dass wirklich viele Hände ein schnelles Ende bedeuten, nämlich die große Anzahl hilfsbereiter Frauen waren am Werk und so konnte man von Minute zu Minute den Erfolg der Arbeit sehen.

Nun aber, endlich war es soweit. Pünktlich gegen 18:30 Uhr traf man sich mit den Musikvereinen aus Schafhausen, Dürboslar und Pattern um das Fest zu beginnen. Ein prächtiger Festzug stellte sich auf und setzte sich zum Umzug durch Neu-Pattern in Bewegung. Der erste Haltepunkt war die Prinzessinnenresidenz. Hier erholte man sich ein wenig von den Strapazen des ersten Umzugs, bevor man sich erneut in Bewegung setzte um nunmehr dem Königspaar Maria und Walter Kück die Aufwartung zu machen. Selbstverständlich hielt man auch hier kurze Zeit inne, denn schließlich wollte man nicht allzu früh im Festzelt erscheinen. Als man aber endlich im Festezelt ankam, fand man bereits eine stattliche Anzahl von Besuchern vor und man konnte sich Hoffnung auf einen schönen Abend machen. Der sollte es dann auch werden. Eine sehr gute Musikkapelle unterhielt uns Schützen und auch alle Besucher und brachte zum richtigen Zeitpunkt das Festzelt in Stimmung.

Der Höhepunkt einer jeden Majestät ist die Krönungsmesse am Sonntag in der Pfarrkirche zu Niedermerz. Wir sind es nicht anders gewohnt und auch schon ein wenig verwöhnt, aber unser Präses Pastor Maqua versteht es immer wieder, dem Krönungsgottesdienst eine besondere Note zu geben. So war es dann auch in diesem Jahr. Er fand dankende Worte für die scheidenden Majestäten und er freute sich mit den neuen Majestäten auf das vor Ihnen liegende Jahr. Gottes Segen solle die Majestäten Maria und Walter Kück, sowie Simone Tolsma, aber auch die ganze Bruderschaft begleiten gab er uns mit auf den Weg.

Nach der Krönungsmesse ließen es die Patterner Schützen etwas ruhiger angehen. Am Ehrenmal legte man zu Ehren der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege einen Kranz nieder und anschließend setzte man sich in geselliger Runde im Festzelt zusammen.

Es war ein sonniger Nachmittag, der uns geschenkt wurde und so konnten wir frohen Mutes und gut gelaunt den Festzug antreten. Viele Ehrengäste, alle eingeladenen Gastbruderschaften und Musikvereine waren angetreten um den Neu-Patterner Bürgern und alles Besuchern ein schönes Bild abzuliefern. Es kann wirklich von einem schönen Festzug, der sich durch die geschmückten Straßen bewegte, gesprochen werden. Nach dem Vorbeimarsch und dem Deutschlandlied sollte man noch einige Zeit zusammensitzen. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt. Unsere Schützenfrauen hatten wieder eine ganz tolle Kaffeetafel gezaubert und so blieben keine Wünsche offen.

Ein weiterer Höhepunkt des Schützenfestes war natürlich der Königsball. Gut besucht, vor allen Dingen von den befreundeten Bruderschaften, beging man einen außerordentlich schönen Ball. Dies war nicht zuletzt dem Entertainer Robby Waltes verdanken, der durch zwei fantastische Auftritte für eine riesige Stimmung sorgte. Aber nicht minder schön war der Auftritt unserer Schützenfrauen. Ein weiteres Mal sorgten sie durch einen in mehreren Wochen eingeübten Tanz für wahre Begeisterungsstürme. Vor allen Dingen unsere Königin Maria war ganz aus dem Häuschen. Es ist diesen Frauen nicht hoch genug anzurechnen, wie sie sich um den jeweiligen Königsabend bemühen. Es waren bereits einige Minuten nach Mitternacht, als unsere Offiziere antraten, dieses Mal angeführt von unserem Hauptmann W. Topp, um den Königswalzer mit unserer Königin Maria Kück zu tanzen. Ein würdevoller Moment für jeden Schützen aber besonders für die Majestäten. Selbst der noch spät zu Besuch erschienene Bezirksbundesmeister Wilhelm Lieven lies es sich nicht nehmen, mit der Königin ein Tänzchen zu wagen. Es endete ein humorvoller harmonischer Tag, selbstverständlich in der Königsresidenz, wo die Offiziere, über eine Zeit lang die Nachtruhe der Majestäten überwachen sollten. Kirmesmontag, wie man so schön sagt, ist der Tag der Schützenfamilie. Hier kann man etwas gelöster auf das sich neigende Fest zurückblicken und auch in gemütlicher Atmosphäre das Fest ausklingen lassen. Bevor die Bruderschaft dies aber tat, hieß es zunächst einmal danke sagen. Dafür traf man sich in der St. Matthäus Kapelle. Bei einem Gottesdienst bedankten wir uns bei unserem Herrn für das große Glück, erneut ein schönes Schützenfest gehabt zu haben. Es schloss sich ein wieder mal gut besuchter Frühschoppen an, der in diesem Jahr nicht enden wollte. Lag es an den Frauen, die beständig auf ihren Plätzen harrten, oder an den Offizieren, die des Lobgesanges auf ihre Bruderschaft nicht enden wollten. Der Frühschoppen endete, für die meisten jedenfalls erst in den Abendstunden. Das zeigte uns doch, dass es sehr viel Freude bereitet haben muss.

Kaum das das Schützenfest im eigenen Lager beendet war, so reihten sich die Termine der anderen Schützenfeste nahtlos an. War es im Mai lediglich noch ein Schützenfest, nämlich das zu der St. Nikolaus Bruderschaft in Schleiden, so war der Monat Juni mit Ausgängen nur so voll gestopft.

Zunächst besuchten wir unsere Schützenfreunde aus Neu-Lohn, wo wir am 6. Juni den Festzug, aber auch den Königsball mit einer stattlichen Zahl an Offiziellen besuchten. Die gute Bekanntschaft mit den Lohnern brachte es auch mit sich, dass sich unsere Majestät mit einem kleinen Gefolge auch am Montag zum dortigen Frühschoppen einfand.

Am 10. Juni begleitete unser Offizierscorps, aber auch viele Schützenfrauen das Allerheiligste auf dem Weg durch Niedermerz. In Anschluss daran setzte man sich zu einem gemeinsamen Frühstück in der Gaststätte Brab zusammen.

>Schon das darauf folgende Wochenende führte uns zu Sebastianus Schützenbruderschaft nach Aldenhoven. Hier besuchten wir nicht nur den Festzug, sondern auch den am Sonntagabend stattfindenden Königsball.

Erneut eine Woche später machten sich unsere Repräsentanten auf den Weg nach Spiel. Die dort ansässige Schützenbruderschaft war Ausrichter des diesjährigen Bezirksbundesfestes und Brudermeister Wilhelm Lieven war über den großen Besuch unserer Bruderschaft, sowohl am Samstag zum Festkomers, als auch am Sonntag zum großen gemeinsamen Umzug, hoch erfreut.

Der Monat klang aus, natürlich nicht ohne ein Schützenfest. Dieses Mal waren wir zu Gast bei den St. Ursula Schützen aus Dürboslar. Hier hieß es Festzug am Sonntag und Königsball am Montag. Selbstverständlich begleiteten wir auch hier in großer Anzahl unser Königspaar zu den dortigen Veranstaltungen.

Für unsere Offiziere war der nun endende Monat strapaziös genug und man freute sich auf die nun eintretende Sommerpause. Doch weit gefehlt. Die Ermittlung der Bezirksmajestäten stand Anfang des Monats Juli an. Hier machte unser König bei den Schießwettbewerben eine gute Figur, musste sich aber letztendlich dem König aus Freialdenhoven geschlagen geben.

Unser Offizierscorps schien gut erholt aus der Sommerpause gekommen zu sein, denn man traf sich am 11. 9. zum jährlichen Offiziersausflug. Dieses Mal hatten die beiden Offiziere Stefan Tolsma und Marko Muckel eine Fahrradtour geplant, die uns durch das Revier führte. Es gelang den beiden sowohl den sportlichen, als auch den kameradschaftlichen Teil derart zu kombinieren, dass am Ende dieses Tages, nur Lob für einen gelungenen Ausflug übrig blieb. Sogar einige Offiziere, die nicht die aktivsten in Sachen Bewegung sind, konnten an diesem Abend, trotz großer Fahrradtour, nicht ruhig sitzen bleiben und mussten sich beim gemütlichen Beisammensitzen immer wieder bewegen.

Unser letzter Ausgang zu einem Schützenfest führt uns nach Freialdenhoven zu der dortigen Mauritius Schützenbruderschaft. Hier waren wir endlich einmal mit einer großen Zahl an Offizieren vor Ort, so dass wir dort auch angemessen aufgetreten waren.

Ein letztes Mal auftreten in der Öffentlichkeit ist der Besuch des Erntedankfestes auf dem Weiler Langweiler. Das Wetter war, wie auch in den Vorjahren, nicht so ansprechend, dass man die hl. Messe auch in diesem Jahr in der Scheune ausrichten musste. Dazu hatte die Weiler-Gemeinschaft zusammen mit dem Pfarrgemeinderat aus Niedermerz die Scheune der Familie Kokerols bestens hergerichtet. Pastor Maqua verstand es, einen bemerkenswerten Gottesdienst auf die Beine zu stellen. Zum Beispiel verglich er in seiner Predigt, die Gaben der Natur und hier insbesondere den Halm des Getreides der ganz dünn gebaut und äußerst leicht an Gewicht, jedem Wetter widersteht, wogegen ein herkömmlich gebautes Hochhaus, dass massiv und klobig gar nicht an Architektur an dieses Stück Natur heranreicht.

Nach der hl. Messe war es für unsere Mannschaft gar nicht so einfach, einen geeigneten Tisch zu finden, an dem wir uns setzten konnten, denn die Halle war ausverkauft und auch nach der hl. Messe gedachte kaum einer, sich auf den Heimweg zu machen. Selbst als die Offiziere einen Tisch ergattert hatten, konnten sich die Frauen noch immer nicht zu uns gesellen und mussten in einer anderen Ecke Platz suchen. Trotzdem verdarb es die Stimmung nicht und viele Offiziere blieben auch erneut lange in geselliger Runde beieinander sitzen.

Was gut vorbereitet ist, macht keine große Mühe, sondern bereitet einem jeden Freude. Dies trifft jedes Jahr auf den St. Martins Umzug zu. Hier hatte unsere Mannschaft, die sich um die Organisation kümmert, wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Für viele ist dieser Tag schon eine Selbstverständlichkeit und keiner sieht die Arbeit, die hinter einer solchen Aktion steckt. Hier ist ein Organisationskomitee über Wochen beschäftigt, alles auf den Weg zu bringen. Hier gehen einige unserer Schützenfrauen jedes Jahr erneut von Haus zu Haus, um Spenden für die Veranstaltung zu sammeln. Dies ist mit Abstand die wichtigste Arbeit in der Vorbereitungszeit. Am 12. November war es dann soweit. Die Organisatoren des Martinsumzuges trafen sich am frühen Morgen, um den notwendigen Einkauf zu tätigen. Anschließend wurde sich zunächst einmal kräftig gestärkt. Hier hatte Karin Böttcher, wie auch in den voran gegangenen Jahren auch, ein gutes Frühstück hergerichtet, das man sich munden ließ, um anschließend so richtig Gas zu geben, denn es hieß, erneut ca. 500 Tüten mit der obligatorischen Martinsgans aus Weißbrotteig gebacken, sowie Obst und eine Tafel Schokolade zu packen, die dann am Abend an die Kinder verteilt werden sollten. Mit dieser Arbeit war man gegen Mittag bereits fertig geworden und man konnte anschließend die älteren Menschen des Ortes erfreuen, in dem man ihnen auch eine gebackene Martinsgans überbrachte. Hatte man den Tag über noch Bedenken, was das Wetter anbelangte, so konnte man am Abend doch optimistisch dem Martinszug entgegen sehen. Wie in den Vorjahren auch, so begann dieser Umzug mit dem Martinsspiel auf dem Vorplatz der Kapelle und anschließen zogen die rund 400 Kinder begleitet von ihren Eltern und den Spielmannszügen aus Niedermerz und Pattern sowie natürlich dem St. Martin hoch zu Ross durch den geschmückten Ort. Es war wieder schön mit anzusehen, wie die Kinder nach Abbrennen des Martinsfeuers die Tüte aus den Händen des St. Martin, verkörpert von Willi Tolsma entgegen nahmen.

Unsere Schülerschützen unternahmen zum Abschluss des Schießsportjahres eine kleine Abschlussfeier. Zunächst wurde sich gestärkt. Der Weg führte, wie kann es anders sein, nach MC Donalds. Anschließend luden die beiden Mannschaftsbetreuer, Inge und Stefan Tolsma die jungen Schützinnen und Schützen ins Kino nach Alsdorf ein, wo sich die Meute am Film "Die sieben Zwerge" begeisterten. Der Zusammenhalt der kleinen aber feinen Mannschaft war wieder einmal gestärkt.

Seit nunmehr einigen Jahren pflegt unser Offiziercorps eine enge Freundschaft mit den Offizieren der Bruderschaft aus Neu-Lohn. So folgte unsere Mannschaft einer Einladung zu einem ungezwungenen gemütlichen Beisammensein der beiden Offiziersvertretungen in die Grillhütte Neu-Lohn, wo man sich erneut recht gut unterhielt. Die Spieleinlagen wurden mal hüben und mal drüben gewonnen und auch bei der Kondition fand man kaum einen Sieger, obwohl die Freunde aus Lohn wohl am Ende der Feier noch im wahrsten Sinne des Wortes den wacheren Eindruck hinterließen.

Zum zweiten Mal, aber zum ersten Mal durch unsere Bruderschaft organisiert, wurde die besinnliche Nachtwanderung der Pfarrgemeinden Aldenhoven, Lohn und Niedermerz durchgeführt, Hier hatte sich auch ein Organisationskomitee gebildet, die im Vorfeld die Planung der Nachtwanderung durchgeführt hat. Vorbildlich war ein neues Begleitheft entwickelt worden, dass an diesem Abend allen den Grundgedanken dieser Wanderung ein wenig näher bringen sollte. Es war der 27. November als man sich um 23:00 Uhr in der St. Matthäus Kapelle traf um sich gemeinsam auf den Weg zu machen. Nach einigen einführenden Worten unseres Brudermeisters begaben sich sodann ca. 70 Gleichgesinnte auf den Weg durch die Nacht. Die Stationen waren nach dem Ausgangspunkt Matthäus Kapelle, die Gnadenkapelle Aldenhoven, der Marienbildstock ich Neu-Pattern, die Gedächtniskapelle Neu-Lohn, das Erbericher Wegekreuz, Das Altdorfer Turmkreuz auf dem Weiler Hausen und das Gedächtniskreuz am Friedhof Niedermerz. Anschließend wurde von unserem Präses Pastor Maqua ein Dankesgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Niedermerz abgehalten. Dass diese besinnliche Nachtwanderung minuziös geplant war, sah man an der Tatsache, dass man sich pünktlich um 4:50 Uhr in der Kirche eingefunden hatte um ab 5:00 Uhr gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Im Anschluss daran wanderte man noch zurück zur St. Matthäus Kapelle wo man noch einmal "DANKE" sagte um anschließend den von der Frauengemeinschaft hergerichteten Kaffee gemeinsam zu genießen. Ein sehr guter Gedanke war wieder einmal in die Tat umgesetzt und viele traten dankbar aber auch etwas müde den Heimweg an in dem Bewusstsein für sich etwas Gutes getan zu haben. Schade nur, dass es nicht mehr Schützenschwestern und Schützenbrüder gibt, die sich einmal an einer etwas anderen Aktion beteiligen. Es würde dem ein oder anderen sicherlich etwas bringen auch wenn er selbst noch nicht davon überzeugt ist. Das Argument, dass der Weg zu weit sei, kann man nicht gelten lassen, denn die Tatsache, dass es knapp 50 Pilger waren, die den Weg zu Ende gegangen sind, zeigt, dass durchaus die Möglichkeit besteht, eventuell nur Teilstücke mit zu pilgern.

Abgeschlossen wird das Schützenjahr erst am Anfang des Folgejahres und zwar mit dem auch schon traditionellen Jahresabschlussfest. Am 15. Januar 2005 konnte Brudermeister Freddy Höppener eine stattliche Zahl von Mitgliedern begrüßen. Er musste feststellen, dass im neuen Jahr wieder eine neue Arbeit auf die Bruderschaft zukomme, nämlich die Vergrößerung des Hauses Pattern, weil es für die erschienenen 110 Mitglieder ganz schön eng wurde. Es war zwar eng, aber deshalb auch sehr gemütlich und man feierte bis spät in der Früh. Bei guter Musik gab es beste Unterhaltung und viel Freude für jedermann.

Zwischendurch ehrte der Brudermeister die Familie Erkens mit der obligatorischen Dachziegel, weil sie nun ununterbrochen seit der Umsiedlung an jedem Abschlussfest für uns da war und uns in freundschaftlicher Art uns Weise bewirtete. Gleichzeitig verabschiedete er sich von Janin Baumgartner als der ersten Jugendvorsitzenden. Sie hatte das Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt, aber versprochen auch weiterhin für die Jugendlichen da zu sein.

Unser Schießmeister Hans Rennett nahm an diesem Abend auch die Ehrung der jeweiligen Vereinsmeister vor. Alle Ergebnisse in den unterschiedlichen Klassen konnten sich sehen lassen, so dass man auch in diesem Bereich sehr zufrieden war.

Den absoluten Schlusspunkt setzten die Schülerschützen. Hier hatten die Verantwortlichen wieder einen Ausflug in einen Center-Park nämlich ins belgische Erper-Heide geplant. Gepackt mit Essen und Trinken und einer großen Portion Unternehmensgeist fuhren sechs Jugendliche in das Spaßbad und verbrachten dort einen wohl wunderschönen Tag, an dem sogar die Erwachsenen ihre helle Freude hatten.

Erneut verabschiedet sich erneut ein Jahr so ganz einfach in das Reich der Geschichte. Das ein oder andere Mal wird noch über das ein oder andere geredet und auch daran zurückgedacht. Mit ein wenig Stolz, aber vor allen Dingen mit Dankbarkeit schauen wir auf das abgelaufene Jahr zurück.

Dem Herrn sei Dank!