Das Schützenjahr 2006
Man hatte sich von offizieller Seite entschlossen, die diesjährige Jahreshauptversammlung noch vor den tollen Tagen abzuhalten, damit man nicht mit den diversen Terminen der Karnevalisten aufeinander treffen würde. Alle Mitglieder waren rechtzeitig eingeladen worden und so konnte man, gestärkt durch Gottes Segen, den man sich beim Gottesdienst in Niedermerz abgeholt hatte, besonnen die Versammlung angehen. Brudermeister Freddy Höppener konnte an diesem Abend eine Rekordbeteiligung feststellen, denn es waren insgesamt 58 Damen und Herren anwesend. In seiner Begrüßung erinnerte er noch einmal an die Bedeutung einer solchen Veranstaltung und gab den Schützenschwestern und –brüdern mit auf den Weg, doch die Worte, die unser Präses in seiner Predigt gefunden hatte zu beherzigen, die da waren „Aufeinander zugehen, miteinander umgehen und vor allen Dingen einander mögen“. Die Versammlung nahm an und für sich einen normalen Verlauf. Erwähnenswert war zunächst, dass man den Tod von 3 Mitgliedern zu beklagen hatte, nämlich die Herrn Josef Dohmen, Hans Bayer und Josef Hofmann. Ganz erfreulich war der Punkt „Aufnahme neuer Mitglieder. Hier konnte man 9 Bewerber neu aufnehmen, darunter 7 Jugendliche, die sich am Schießsport in Pattern beteiligen wollen. Mit den verschiedensten Berichten und Vorträgen, aber auch mit der einen oder anderen Diskussion dauerte diese Versammlung doch auch in diesem Jahr fast 3 Stunden. Aber danach hatte man die anstehenden Punkte abgehandelt und so konnte Brudermeister Höppener um 11:20 das Schlusswort sprechen.
Es zogen so einige Wochen ins Land und man sah sich kurz vor dem nächsten richtungweisenden Höhepunkt der Saison, nämlich dem Königsvogelschuss, wieder. Doch vorher, nämlich am 17. März, traf man sich in der Pfarrkirche zu Niedermerz mit dem gesamten Bezirksverband Jülich um Einkehrtag abzuhalten Zwar hatten sich die Matthäus Schützen auf eine große Anzahl von Besuchern eingestellt, doch sollten an diesem Abend nur wenige Bruderschaften teilnehmen. Nichts desto trotz fand, nach einem wohltuenden Gottesdienst, im Haus Pattern eine rege Diskussion über einige anstehende Themen statt. Man sprach über die Finanzmisere der Bistümer und den damit verbundenen Maßnahmen zu deren Eindämmung. Auch ließ man den allgemeinen Trend der Kirchenmüdigkeit in der Bevölkerung nicht aus, der sich bis in die Bruderschaften hinein bemerkbar mache. Insgesamt hatte es unser Präses, der auch gleichzeitig als Bezirkspräses fungiert, erneut verstanden, eine recht angeregte und besinnliche Unterredung zu initiieren.
Dann aber, zwei Tage später erlebten wir einen für uns sehenswerten Tag, an den sich noch viele, besonders aber die neuen Majestäten, gerne zurückerinnern werden. Bereits der Kirchgang war für uns sehr wohltuend, denn man konnte feststellen, dass sehr viele dem Ruf des Gottesdienstes gefolgt waren. Nicht nur die Offiziere hatten sich eingefunden, nein auch sehr viele Frauen, Jungschützen und auch Schülerschützen horchten dem Wort Gottes und holten sich so ihren Segen für den weiteren Tag. Wie sagte unser Präses an diesem Morgen in seiner Ansprache.“ Es wird nicht den besten Schützen treffen, wohl aber den Glücklichsten“. Mit diesen Worten wünschte er allen recht viel Glück und hoffte, dass sich auch diejenigen, die nicht die Glücklichen sein können, mit denselben aber freuen würden, denn geteilte Freude sei schließlich doppelte Freude.
So zog man begleitet durch den Spielmannszug Blau-Weiß-Pattern von Niedermerz nach Neu-Pattern, wo man auch schon bald mit den Wettkämpfen begann .Das Haus Pattern füllte sich zusehends, so dass auch bereits beim Schülerwettkampf eine beachtliche Anzahl von Gästen diesem Wettkampf beiwohnen konnten. Es war im Gegensatz zu den Jahren vorher kein spektakulärer Wettkampf, was aber nicht an der Tatsache lag, das man lediglich 5 Bewerber um die Schülerprinzenwürde hatte, sondern vielmehr daran, dass bereits nach kurzer Zeit das Geschehen beendet war. Die Präzision, mit der unsere Schüler zu Werke gingen, war schon beängstigend und so blieb es auch nicht aus, dass nach nur 19 Schuss, der Vogel die Flügel hängen ließ und zu Boden segelte. Der Glückliche an diesem Morgen war unser neues Mitglied, nämlich Stefan Kraus. Ein riesiger Jubel tat sich auf und alle gratulierten dem neuen Schülerprinzen recht herzlich.
Was dann im Anschluss kam, erfreute die Bruderschaft ganz besonders, denn es waren gleich acht Jugendliche, die sich dem Kampf um die Prinzen- bzw. die Prinzessinenwürde stellten. Die Jugendlichen waren allesamt gut aufgelegt, so dass man auch hier eine schnelle Entscheidung erwarten konnte. Das war dann auch der Fall. Zwar ging es nicht so schnell wie bei den Schülern, da der Vogel auch etwas stabiler gebaut war, aber trotzdem war auch hier sehr schnell, nämlich nach dem 63.Schuss, der Sieger ermittelt. Es war Alexander Walz, der mit einem sehenswerten Schuss das hölzerne Tier erlegte. Der Jubel aller war groß und groß auch die Freude bei allen Jugendlichen. Alexander wird die Bruderschaft mit seiner Freundin Anne Stock in seiner Altersklasse vertreten.
Das Haus Pattern hatte sich mittlerweile bis auf den letzten Platz gefüllt und drohte nun aus allen Nähten zu platzen.
In den vergangenen Jahren war der Wettkampf um die Ehre des Königs der Könige etwas eingeschlafen, aber dieses Jahr hatte Hans Rennett den Wettkampf wieder ins Programm genommen. Dieses Mal musste Janin Baumgartner, die bei übrigens allen Wettkämpfen als Schreiberin fungierte, weitaus öfter in die Schale greifen und die Zahlen, denen die Schützen zugeordnet waren, herausholen. Die Offiziere strengten sich besonders an, aber der Vogel wollte erst nicht fallen. Erst mit einem gezielten Schuss, es war der 95. an diesem Tag, fiel der Vogel zu Boden. Abgesetzt hatte diesen Schuss kein geringerer als der Botschafter von Pützdorf, so wird Walter Böttcher mittlerweile genannt. Er erfreut sich nun der Ehre des Ehrenkönigs.
Da nun die Zeit recht weit fortgeschritten war, ermahnte unser Brudermeister doch etwas zur Eile, denn er wollte wohl halbwegs pünktlich mit der Königsproklamation beginnen. Es waren bestimmt nicht die Worte des Brudermeisters, die die Bewerber anspornten, den Wettbewerb schnellst möglich zu entscheiden. Bereits die beiden Ehrenschüsse, abgegeben von unserem Präses und vom amtierenden König, Norbert Pinell, zeigten ein sauberes Schussbild und so ging es dann auch weiter. Der Wettkampf war spannend, aber noch schien alles ruhig, denn der Vogel zeigte sich rein äußerlich als ziemlich standhaft. Das war aber ein trügerisches Bild, denn der 28. Schuss sollte die gesamten Zuschauer eines besseren belehren. Franz Bert Beyss hatte angelegt und wollte dem Vogel einen Brusttreffer verpassen. Er verpasste dem Vogel den letzten Schuss und legte ihn erbarmungslos auf die Bretter. Seiner Freude freien Lauf lassend schrie er die gleiche aus sich heraus und so löste sich sichtbar und hörbar die ganze Anspannung, die ihn die ganze Zeit über angehaftet war. Quer durch den Raum und von nichts aufzuhalten bahnte sich ein kleines Energiebündel den Weg durch die Massen um dem König um den Hals zu fallen. Es war Leni Beyss, unsere zukünftige Königin, die ihr Glück zuerst gar nicht fassen und anschließend nicht schnell genug mit ihrem Mann teilen konnte.
Die Freude war aber allerorts groß und selbst die übrigen Bewerber, es waren derer noch fünf, freuten sich mit dem neuen Königspaar.
Es war wieder soweit, St. Matthäus war erneut gerüstet und konnte den kommenden Festen getrost entgegen sehen.
Schnell war der Schießstand abgebaut, um auch noch den letzten Platz im überfüllten Haus ausnutzen zu können. Der war auch nötig, denn als unter den Klängen des Spielmannszuges Pattern das Offizierscorps zur Proklamation Einzug hielt, hatte man kaum noch Platz, sich einigermaßen vernünftig aufzustellen.
Es folgten einige bewegende Minuten des Abschieds und der Amtseinführung, denn Brudermeister Freddy Höppener hatte zu den scheidenden Majestäten einige ausnahmslos positive Anmerkungen zu machen. Er dankte allen Majestäten für ihr Engagement und für die tadellose Amtsführung und verabschiedete sie voll des Lobes aus ihrem Amt. Der scheidende König ließ es sich nicht nehmen einige Worte an die Versammelten zu richten, in denen er es als sehr schönes Erlebnis darstellte, König bei St. Matthäus Pattern zu sein. Er wies besonders darauf hin, dass das Offizierscorps sehr gut funktioniere und man sich hier richtig wohl fühlen könne. Unter anderem zeigte er einige positive Geschehnisse während seiner Amtszeit auf. Natürlich vergaß er nicht sich bei allen Helfern und Freunden zu bedanken. Ein spürbares und von Herzen kommendes Dankeschön galt seiner Familie, die nicht nur hinter ihm gestanden habe, sondern dieses ganze Jahr so richtig mit gestaltet und auch mit gelebt habe. „Was wäre ein König ohne seine Königin“ schloss er seine Ansprache. Die neuen Würdenträger wurden allesamt inthronisiert, natürlich nicht ohne den Hinweis, dass der Segen Gottes noch fehlen würde. Mit dem Dank an die vielen Helfer und an alle Gäste konnte Freddy Höppener die Proklamation schließen und noch zu einer kleinen Feierlichkeit an Hans Rennett weiter geben, der die Ehrung der Vereinsmeister bei den Schülern vornehmen konnte. Zu den Ehrungen der Vereinsmeister kamen noch, bedingt durch wiederum fantastische Schießergebnisse, Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze für das Sportabzeichen hinzu.
Unsere Damen hatten wieder einmal kräftig gebacken und konnten den Anwesenden auch Kaffee und Kuchen anbieten und so wurde aus dem Nachmittag ein schöner Familientag, der noch lange andauern sollte. Die Begleitung des neuen Königspaares zu ihrer Residenz ist schon obligatorisch und so war es nicht verwunderlich, dass es noch sehr viele waren, die dem Königspaar auch dieses Geleit geben wollten. Bis in die Abendstunden hinein verabschiedeten sich die Schützen von ihren Majestäten. Hier ließ es sich der frischgebackene Prinz nicht nehmen, zu zeigen, dass man mit ihm rechnen muss, denn er verabschiedete sich mit seiner Prinzessin als einer der letzten von der Königsresidenz.
Auf dem Schießstand am Merzbach fand sich die gesamte Gruppe der Schülerschützen des Bezirksverbandes ein um ihre Berzirksmajestät zu ermitteln. Hier war auch unser Prinz Fabian Tolsma mit dabei. Zwar konnte er die Bezirskmajestätenwürde nicht erringen, aber er war, als vorletzter Schütze auf den Vogel, qualifiziert, um auf der Diäzösanebene weiter mit zu schießen.
Mehr Glück hatte einen Tag später unser Jungschützenprinz, der in der Heimat seiner Prinzessin Anne, nämlich in Broich, gegen eine große Schar von Jungschützen des Bezirksverbandes antreten musste. Unbeeindruckt stellte er sich der Aufgabe und holte mit einem gezielten Schuss den Vogel von der Stange. So stand fest, dass wir mit Alexander Walz erneut den Bezirksprinzen des Bezirksverbandes Jülich stellen würden. Eine ernorme Karriere, die der Alexander da an den Tag legt. Wir freuen uns natürlich mit ihm.
Das Fest der Kinderkommunion am 23.4.06 war von uns sehr gut besucht und so war es nicht verwunderlich, dass wir auch von den Pfarrmitgliedern der Pfarre St. Johannes d. Täufers aus Niedermerz sehr gelobt wurden. Wichtiger war aber, dass das Fest für alle Erstkommunionkinder ein einmaliges Erlebnis war.
Jedes Jahr lässt sich von immer wiederkehrenden Beschäftigungen in der Woche vor dem Schützenfest berichten. Es wird dem Leser sicherlich unverständlich vorkommen, dass immer wieder in Chronikberichten über diese Aktivitäten niedergeschrieben wird. Wer aber diese Tage miterlebt hat, der muss auch immer wieder sagen, dass es in diesem Jahr wieder etwas anders war als alle Jahre vorher. Und weil es immer wieder schön ist, kann man solche Geschehnisse nicht aus einer derartigen Chronik herauslassen. So also auch in diesem Jahr. Der Ablauf war ja schon lange klar und trotzdem hatte unsere emsige Geschäftsführung wieder einmal für jeden aktiven Schützen einen Dienstplan erstellt.
Die Arbeiten liefen wie geschmiert und man konnte neben der Routine auch die Freude der Offiziere feststellen, die endlich wieder einmal etwas zu tun hatten im Schützenkreise. Wer fleißig arbeitet, kann sich auch sehr auf den entsprechenden Lohn freuen und der war wieder einmal bestens gegeben. Nach getaner Arbeit kehrte man sehr gerne bei unserem Königspaar Leni und Franz Bert ein, um sich über das getane Tageswerk zu unterhalten. Auch unser Prinz hatte einen Abend geladen und auch er musste mitsamt seiner Familie die Hartnäckigkeit der Matthäusschützen beim Diskutieren über sich ergehen lassen, denn sowohl beim Prinz als auch beim Königspaar wurde über das Getane aber auch über das Vor einem Liegende ausgiebig und lange, manchmal bis in die Nachtstunden hinein diskutiert.
Kaum hatte man sich versehen, da stand auch schon wieder das große Ereignis vor der Tür. Worauf sich alle sehr gefreut hatten, war wieder einmal da und es hieß „Schützenfest in Neu-Pattern“. Auf die Jugenddisco am 12.5.06 hatte man ob der Vorkommnisse des Vorjahres verzichtet und so kam es dann wieder zu einem obligatorischen Fassanstich im kleinen Kreis. Der Auftakt war gemacht. Bereits am frühen Samstag morgen traf man sich um alle Residenzen auch noch abschließend mit den von unseren Schützenfrauen fein gefertigten Rosen, natürlich farblich durch die Königin ausgewählt, zu versehen. Man merkte der Truppe an, dass sie das Fest nun auch offiziell angehen wollte und so war es dann auch endlich soweit. Man traf sich gegen 18:00 Uhr an einem ganz ungewöhnlichen Platz, nämlich auf der Jülicher Straße in Aldenhoven. Dies war nötig, denn der Schülerprinz, dem man selbstverständlich auch die Huldigung entgegen bringen wollte, wohnte dort ganz in der Nähe. Man zog, nachdem sich der Schülerprinz eingereiht hatte, von dort nach Neu-Pattern, begleitet von den Spielmannszügen aus Dürboslar und Pattern sowie der Musikkapelle aus Schafhausen, wo man den üblichen Umzug durch den Ort wählte. Der wurde selbstverständlich auch jeweils unterbrochen an den beiden Residenzen, nämlich der Prinzenresidenz, wo man das Prinzenpaar Anne Stock und Alexander Walz aufnahm und auch an der Königresidenz, wo unser Königspaar Leni und Franz Bert den Festzug erst vervollständigten. Zum Schluss des Umzuges mussten sich die Teilnehmer noch sehr beeilen, um nicht von einem Regenschauer ganz nass gemacht zu werden. So war es dann auch sehr früh als der Festzug zum Schützenball im Festzelt eintraf. Hier erlebte man eine glänzend aufgelegte Musikkapelle, die den ganzen Abend über für gute Stimmung sorgen sollte.
Der Morgen empfing uns freundlich und so wollte die Bruderschaft auch mit Gottes Segen diesen Tag beginnen. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, als unsere neuen Majestäten vom Präses Maqua den Segen erhielten. Routiniert und trotzdem immer aufs neue bewegend bereitete unser Pastor Leni und Franz Bert Beyss, Anne Stock und Alexander Walz, sowie unseren Schülerprinzen Stefan Kraus auf die kommende Regentschaft vor.
Nachdem man unter dem klingenden Spiel der beiden Trommelcorps aus Niedermerz und Pattern zum Soldatengedenkstein gezogen war, gedachte man unter den Worten des 2. Brudermeisters Willi Tolsma der Soldaten beider Weltkriege.
Am Nachmittag war es wieder sehr voll in den Straßen rund um den Patterner Ring und somit auch um das Festzelt herum, denn man fand sich zum großen Umzug durch den Ort ein. Zunächst einmal wurden alle Majestäten in der Königsresidenz Beyss abgeholt bevor sich ein wirklich imposanter Festzug in Bewegung setzte. Willi Tolsma, der den aus persönlichen Gründen fehlenden Brudermeister Freddy Höppener bestens vertrat, konnte im Namen der Patterner Majestäten eine stattliche Zahl von Teilnehmern begrüßen und brachte seine Freude über einen sehr gelungenen Festzug zum Ausdruck. Neben den befreundeten Bruderschaften und deren Majestäten konnte er auch die amtierenden Bezirksmajestäten, Bezirkskönigin Kläre Kramp und Bezirksprinz Marcel Höppener im Festzelt herzlich willkommen heißen. Auch unsere Schützenfrauen trugen ihren Teil dazu bei, dass sich die Gäste der Bruderschaft sehr wohl fühlten, denn sie hatten erneut ein sehenswertes Kuchenbuffet auf die Beine gestellt. Die Zeit verging so schnell und ehe man sich versah hieß es schon Königsball.
Ganz und gar im Zeichen der Majestäten stand dieser Festabend und genau so freuten sich unser Königspaar Leni und Franz Bert Beyss, unser Prinzenpaar Anne Stock und Alexander Walz, sowie unser Schülerprinz Stefan Kraus auf die bevorstehenden Feierlichkeiten. Willi Tolsma konnte neben den eigenen Majestäten auch die Bezirksmajestäten und die Majestäten der befreundeten Bruderschaften aus Lohn, Dürboslar und Aldenhoven begrüßen. Alle zusammen machten ein wirklich schönes Bild, dass dem Abend entsprechend war.
Es folgte eine kurzweilige Zeit, die musikalisch erneut sehr schwung- und stimmungsvoll durch die Musikkapelle „Die Musik Family“ gestaltet wurde. Schon fast selbstverständlich wartete man auf den nunmehr seit Jahren aufgeführten Auftritt unserer Schützenfrauen, die sich wieder einmal etwas Neues hatten einfallen lassen und alle Herzen höher schlagen ließen. Auch der Auftritt einer Damengesangsgruppe konnte durchaus überzeugen, so dass man sich rundherum amüsieren konnte. Der abschießende Königswalzer war sehenswert, denn unseren Majestäten war es anzusehen, wie sehr sie sich freuten. Von dieser Freude angesteckt, tanzte das Offizierscorps mit Königin Leni und auch mit Prinzessin Anne und so fand ein toller Königsball seinen entsprechenden Ausklang. Selbstverständlich ließ es sich unsere Königin Leni nicht nehmen auch mit dem amtierenden Bezirksprinzen, Marcel Höppener, zu tanzen, der dies sichtlich gerührt sehr genoss. Zwar war der offizielle Ausklang damit beschlossen, aber noch nicht für die Insider und vor allem die Offiziere unseres Vereins, denn wie es sich gehört, wurde das Königspaar gebührend zu seiner Residenz geleitet. Hier konnte man dann noch in Ruhe oder auch in Unruhe den schönen Tag noch einmal Revue passieren lassen.
Die Spätheimkehrer sollten am anderen Morgen aber schmerzlich feststellen, dass das Schützenfest noch nicht vorbei war und man noch einen Tag vor sich hatte. Unser Präses hatte ein wenig Einsehen mit den Nachtschwärmern und hatte den Dankgottesdienst erst für 10:00 Uhr angesetzt, so dass alle sich zu dieser Zeit wieder relativ fit in der St. Matthäus Kapelle einfinden konnten. Man dankte mit einer Messfeier dem lieben Gott für das gute Schützenfest und bat gleichzeitig dass Gottes Segen die Bruderschaft auch weiterhin begleiten möge. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde sich getrennt. Die weiblichen Mitglieder trafen sich zunächst noch zu einem gemeinsamen Frühstück um erst gegen Mittag zu den Offizieren zu stoßen und die Herren begaben sich zum Festzelt, wo man dann auf einen zünftigen Frühschoppen hoffte. Der sollte es dann auch werden. Ein toller Frühschoppen, musikalisch begleitet von Jürgen Wirtz, ließ die Stunden nur so verrinnen und man merkte kaum, dass es immer später wurde. Es braucht den aufmerksamen Lesern der Chroniken von St. Matthäus Pattern erst gar nicht erklärt zu werden, denn auch dieser Frühschoppen endete in den Abendstunden. Ein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass die ganze Sache sehr viel Freude bereitet haben muss.
Als erster Ausgang stand der Ausgang nach Schleiden auf dem Programm, den man mit Bravour bestand.
Eine Besonderheit muss aber auch besonders erwähnt werden und dies waren die Ausgänge nach Lohn und Hoengen. Da das Bezirksbundesfest in Hoengen und das Schützenfest in Lohn auf einen Tag fiel, musste man sich etwas einfallen lassen. Normalerweise hätte eine solche Konstellation mit einer Absage des Bezirksbundesfestes geendet, jedoch war das nicht ohne weiteres möglich, denn wir stellten in diesem Jahr mit Marcel Höppener den Bezirksprinzen. Da das Fest auch ihm zu Ehren gefeiert wurde, konnte unsere Bruderschaft nicht dort durch Abwesenheit glänzen und so beschloss man, sich zu teilen. Man war skeptisch, denn zum einen hatten wir ja auch nur ein Königspaar und zum anderen wusste man nicht, ob man sich auf die Offiziere, die es in der Vergangenheit etwas lockerer mit den Ausgängen genommen hatten, verlassen konnte.
Unsere Kommandeure planten beide Ausgänge sehr akribisch und sprachen jeden Offizier an, damit auch gar nichts schief gehen konnte.
Es war fantastisch, denn auf beiden Ausgängen war unsere Bruderschaft bestens vertreten. Nach Lohn reiste unser Königspaar mit ca. 20 Offizieren, und nach Hoengen reiste unser Prinzenpaar mit ca. 12 Offizieren plus der gesamten Schülermannschaft. Ohne Übertreibung lässt sich feststellen, dass wir an beiden Orten ein ganz tolles Bild abgegeben haben und hier ist ein Lob an alle einmal ausdrücklich fällig. Besonders aber danken sollte man an dieser Stelle zum einen dem Königspaar, die sich mit der abgespeckten Mannschaft in Lohn zufrieden gaben, zum anderen aber auch unserem Prinzenpaar Anne und Alexander, die uns in Hoengen prächtig repräsentierten. Die meiste Freude an diesem Nachmittag hatte aber unser Bezirksprinz, dem man sichtlich anmerkte, dass er sein Bezirksprinzendasein richtig genoss. Eine neuerliche Aufteilung nahm man am Abend vor, um sowohl dem Königspaar auf dem Weg nach Lohn, als auch dem Bezirksprinzen auf dem Weg nach Hoengen zu begleiten. Ein herzliches Dankeschön gilt den Organisatoren dieses Tages.
In der Folge wurden nacheinander zunächst das Fronleichnamsfest, das Schützenfest in Aldenhoven und das Schützenfest in Dürboslar besucht. Hier konnten unsere Majestäten sehr stolz auf die Teilnahme ihrer Untertanen sein, denn man beteiligte sich rege.
Ein Fest der besonderen Art feierte man am 6. August. Man traf sich in der Pfarrkirche St. Ursula Dürboslar um den 80. Geburtstag unseres Präses Pfarrer Maqua zu begehen. Am 2.August, am eigentlichen Tag des Geburtstages, befand sich Pastor Maqua mit einigen Hundert Pilgern auf der Wallfahrt des Niederrheins nach Bornhoven, die er nunmehr seit vielen Jahren verantwortlich durchführt. So musste man bis zum Sonntag warten um dem allseits beliebten Pfarrer zu gratulieren. In seiner gewohnt bescheidenen Art gestaltete er den Gottesdienst und wollte , wie er sagte, nicht viel Aufhebens um seinen Geburtstag machen, lediglich von Herzen dem Herrn danken, dass er ihm die Möglichkeit gegeben hat, ihm so lange treu zu dienen.
Der anschießende Empfang in Haus des Dorfes in Niedermerz zeigte schnell die Beliebtheit des Pfarrers, denn es wollte die Schar der Gratulanten erst gar nicht abreißen. Alle wollten „unserem“ Pastor die Hand reichen. Für seine Bruderschaften, aber auch für alle Bruderschaften des Bezirksverbandes, dessen Bezirkspräses er ja ist, überbrachte Bezirksbundesmeister Willi Lieven die herzlichsten Glückwünsche. Auch er sprach aus was wir alle denken: „Herr Pastor gebe Gott, dass sie uns noch lange erhalten bleiben“.
Zum zweiten Mal hatte die Martinus Pfarre die Schützen anlässlich der Marienoktav zu einem Gottesdienst für Schützen eingeladen. An der hl. Messe waren zwar alle Bruderschaften des Dekanates vertreten, doch hätten hier einige Schützen mehr anwesend sein können. Dies galt auch für unsere Bruderschaft.
Das gleiche galt für die Beteiligung an der Patronatsmesse zu Ehren des hl. Johannes der Täufer in Niedermerz, wo wir noch gerade angemessen anwesend waren.
Anders sah es dagegen bei der Messe zur Feier unseres Patron, des hl. Matthäus aus. Hier konnte man erfreulicher Weise am 8.9.06 eine stattliche Anzahl von Schützenschwestern und –brüdern zu der von unserem Präses zelebrierten Messe begrüßen. Bei der anschließenden Offiziersversammlung konnte die Mannschaft um zwei Schützen erweitert werden.
Es war erstaunlich, mit welcher Akribie die Organisatoren das Motto und auch das Ausflugsziel geheim hielten. Umso gespannter waren die Offiziere als es dann endlich am 9.9.06 soweit war. Es waren sage und schreibe 34 Personen, die sich am Ausflug beteiligten. Man traf sich um 13:00 Uhr. Kein Auto, kein Bus und auch kein sonstiges Fortbewegungsmittel waren zu sehen und somit war allen klar, dass uns der Ausflug in die nähere Umgebung führen wurde.
Als dann endlich Harald Landvogt, als Sprecher des Organisationsteams erklärte, dass man eine Schnitzeljagd durch Aldenhoven machen würde, konnte man in erstaunte aber auch in erwartungsvolle Gesichter blicken. Man teilte die Offiziersschar in 5 Gruppen ein, die allesamt die gleichen Aufgaben zu bewältigen hatten. In Abstanden von 10 Minuten wurden die Gruppen losgeschickt um eine stattliche Anzahl von Fragen rund um die Großgemeinde zu lösen. Eine ganz tolle Idee, die die Organisatoren hatten und so wurde dies auch von allen Beteiligten mit Achtung und Freude aufgenommen. An markanten Punkten im Ortskern sah man das eine oder andere Grüppchen zielstrebig nach einigen Wahrzeichen suchen, die dann notiert wurden und zur Beantwortung der einen oder anderen Frage behilflich waren. Es war eine tolle Idee, die prima umgesetzt, allen Teilnehmern einen kurzweiligen Nachmittag bescherte, der natürlich anschießend auch kräftig diskutiert werden musste. Dies machte man bei einem guten Abendessen und guter Unterhaltung in der Dorfschänke in Bourheim. Der Abend klang friedlich aus und so konnte man dem ganzen Organisationsteam dankbar sein und einem sichtlich zufriedenen aber auch dem anstrengenden Tag Tribut zollenden Organisator Harald Landvogt seine wohlverdiente Nachtruhe gönnen.
Anscheinend hatten unser Offiziere ihr Pulver verschossen, denn die Ausgänge bis zum Jahresende waren geprägt von der Abwesenheit vieler Aktiven.
Konnte man zu den Ausgängen nach Freialdenhoven und Niedermerz, sowie auch zum Erntedankfest auf dem Weiler Langweiler noch eine knapp annehmbare Zahl an Teilnehmern feststellen, waren die nächsten Auftritte sehr knapp besetzt.
Der Landrat des Kreises Düren hatte alle Schützen des Kreises eingeladen zu einem Kennen lernen in die Arena von Düren. Viele Bruderschaften standen diesem Treffen eher skeptisch gegenüber, so auch wir. Die Teilnehmer waren aber allesamt der Ansicht, dass sich ein solches Treffen sehr gelohnt habe. Zum einen konnte man alle Bruderschaften, die durch Einmarsch vorgestellt wurden, einmal kennen lernen und zu anderen konnte man bei einem gepflegten Getränk und einem kleinen Imbiss sich etwas näher kommen. Landrat Spelthahn hatte sich nicht lumpen lassen und sich diese Zusammenkunft etwas kosten lassen.
Der Oktober neigte sich dem Ende zu und es hieß erneut: Treffen mit den Schützenfreunden aus Lohn. Man hatte sich im Vorjahr darauf geeinigt, dass man die Frauen zu diesem Treffen einmal mit einladen wollte. Dies hatte zwar, leider erst im Nachhinein, bei einigen zu Unmut geführt und die blieben dann der Veranstaltung auch fern, aber den Treuen wurde ein ganz toller Abend beschert, bei denen sich sowohl alle Frauen als auch die Männer prächtig amüsierten.
Am 10.11.06 war die Gemeinde eingeladen, zusammen mit der Schützenbruderschaft das Fest des hl. Martin zu feiern. Die Bewohner hatten erneut den Zugweg ganz toll geschmückt und die Organisatoren alles für eine tolle Begegnung der Kinder mit dem St. Martin vorbereitet, so dass man beruhigt mit dem Martinsspiel auf dem Vorplatz der Kapelle beginnen konnte. Es waren auch in diesem Jahr wieder über 400 Kinder die mit ihren Eltern und dem von Willi Tolsma gespielten St. Martin durch die Straßen zogen. Erstmals seit Jahren hatte unser Martin das Pferd verweigert, weil es sich in der Vorbereitung nicht so verhielt, wie Martin es wollte. Die Spielmannszüge aus Pattern und Niedermerz sorgten für die Martinslieder und nach Abbrennen des Feuers erhielten die Kinder wieder die für Patterner längst traditionelle Martinsgans.
Normalerweise ist der Volkstrauertag der Abschluss des Jahres für das Auftreten der Offiziere unserer Bruderschaft. Diesmal war das nicht so. Der Auftritt war auch recht peinlich, denn es waren gerade einmal 11 Offiziere, die angetreten waren, um der Soldaten der beiden Weltkriege zu gedenken. Ein wahrlich trauriges Bild, das vom miesen Wetter noch unterstützt wurde. In Absprache mit dem Trommelcorps einigte man sich angesichts des starken Regens darauf, die Würdigung in der Kapelle stattfinden zu lassen. Nach der Ansprache von Bernd Jansen, der seinen erkrankten Vater vertrat, legte dieser zusammen mit 2 Offizieren einen Kranz am Ehrenmal nieder.
Ein neuer aus unseren Reihen stammender Bezirksprinz veranlasste die Offiziere noch einmal im Dezember die Uniform anzuziehen. Wie bereits in dieser Chronik erwähnt, hatte unser Prinz Alexander Walz im Frühjahr die Bezirksprinzenwürde errungen und wurde am 1.12.06 in der St. Rochus Kirche anlässlich der Herbstdeligiertentagung in sein Amt eingeführt. Er übernahm die Bezirksprinzenkette vom scheidenden Bezirksprinzen, Marcel Höppener, der ebenfalls aus unserer Bruderschaft stammte. Neben der Prinzessin Anne und der gesamten Familie waren auch einige Offiziere und Schützenschwestern zu dieser Feier gekommen um mit Alexander gemeinsam die Einführung ins neue Amt zu begehen.
Auch mittlerweile etabliert ist die besinnliche Nachtwanderung, die von den Schützen aus Aldenhoven, Lohn und Pattern durchgeführt wird. Unter Federführung von Lohn trafen sich ca. 40 Wanderer gegen 17:00 Uhr zu einem gemeinsamen Gottesdienst in der Lohner Kirche, bevor man sich dann auf den rund 16km langen Rundweg machte. Es war wieder mal eine erfolgreiche Unternehmung, obgleich von den Patternern eine bessere Beteiligung zu erwarten und zu erhoffen gewesen wäre.
Ganz anders dagegen war die Beteiligung der Schützenfamilie am 13.1.2007 als der 2. Brudermeister Willi Tolsma eine stattliche Zahl von über 110 Teilnehmern zum gemütlichen Abend im Haus Pattern begrüßen konnte. Alles war hergerichtet für einen schönen und unterhaltsamen Abend der Schützenfreunde und der sollte es auch werden. Jung und Alt gesellte sich beisammen und es entwickelte sich ein kurzweiliger schöner Abend, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Angespornt von unserer Jugend, mussten einige Offizielle die letzten Reserven aus sich herausholen, um es bis in den frühen Morgen mit auszuhalten. Doch muss auch das sich gelohnt haben, denn der Aussage der meisten gemäß war es ein toller Abend.
So können wir auch auf dieses abgelaufene Jahr mit etwas Stolz, aber vor allen Dingen mit Dankbarkeit zurückblicken.
